[IPK] Ökologie: Wertloses Wertgesetz

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Do Sep 6 00:56:30 CEST 2007


Ökologie:

Wertloses Wertgesetz
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Die von Wirtschaftsfachleuten bemühten Zahlenspiele zur Errechnung des
Preises von Dingen, die keinen Tauschwert besitzen (menschliches Leben,
Ökosysteme) und ihre Bemühungen, das Ganze als "Ethik" darzustellen, zeigen,
dass sich das Wertgesetz immer weniger eignet, den gesellschaftlichen
Reichtum zu messen.

In der Art und Weise, wie sogenannte "schwierige ethische Probleme"
behandelt werden, liefert der Stern-Review dafür zahlreiche Beispiele. Auf
S. 156 verweisen die AutorInnen auf Studien, in denen die Kosten der
Erwärmung um 33 oder sogar 50 Prozent höher angesetzt werden, um die Folgen
für die Dritte Welt korrekter einzubeziehen. Ohne diese Korrekturen würden
die Klimakatastrophen in diesen Regionen von ÖkonomInnen gar nicht
wahrgenommen, sondern gingen im globalen Wachstum unter ... Ein anderes
Beispiel (S. 140): Um die Kosten einer möglichen Umsiedlung von 200
Millionen Menschen zu beziffern, multipliziert Stern deren durchschnittliche
Einkommen mal drei. Warum mal drei, wo doch die Mehrheit der Betroffenen
alles verlieren und viele sterben würden?

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Aus:   Inprekorr Nr. 428/429   (Internationale Pressekorrespondenz)
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